Architekten und Architektinnen müssen, um mit dem Fachplaner in einen Dialog eintreten zu können, über ein Grundwissen der Raumakustik verfügen, welches ihnen ermöglicht, einen Entwurf zu erstellen, der bereits Lösungsansätze zur Schaffung guter akustischer Verhältnisse enthält. Dies betrifft auch den Schallschutz - einer der häufigsten Baumängel -, mit dessen Problemen sich der Architekt oder die Architektin in Planung und Ausführung befassen und sie in einfachen Fällen auch lösen muss.

Neben der Vermittlung schalltechnischer Grundlagen und bauphysikalischer Zusammenhänge, werden die theoretisch erarbeiteten Themen in praktischen Vorführungen in einem komplett ausgestatteten Labor mit normgerechten Prüfständen veranschaulicht und "hörbar" gemacht. Bauaufsichtliche Anforderungen nach DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau", normgerechte Messverfahren zu Ermittlung von Shall-Dämmmaß und Norm-Trittschallpegel, die Erarbeitung der wichtigsten raumakustischen Kenngrößen und deren Messung sind dabei ebenso Inhalt der Veranstaltung, wie der regelmäßige Bezug zur Baupraxis. Hierauf wird besonders Wert gelegt, um den Architekturstudierenden die praktische Umsetzbarkeit zu vermitteln und sie somit für Schallschutz und Raumakustik schon während der Entwurfs- bzw. Planungsphase zu sensibilisieren.

Jedes Kulturdenkmal, das heute zugrunde geht, ist für alle Zeiten verloren. Was wir jetzt nicht retten, kann nie mehr gerettet werden. Was wir jetzt versäumen, kann keine künftige Generation nachholen. Vor dieser Aufgabe gibt es kein Ausweichen. Nicht der Glanz einiger durchrestaurierter Großprojekte darf in dieser Zeit oberstes Ziel der Denkmalpflege sein, sondern allein die Substanzerhaltung möglichst vieler historischer Zeugnisse über eine Periode
höchster Gefährdung hinweg.“ Martin Neuffer ( gest. Juni 2004 )

Denkmalpflege ist der Spiegel des Geschichtsverständnisses einer Zeit. Im Rahmen der Vorlesungsreihe werden daher sowohl die geschichtlichen Wurzeln der Denkmalpflege aufgezeigt, wie auch die Entwicklung ihrer Methoden, Wertbegriffe und Konzepte behandelt. Der Wandel unterschiedlicher Vorgehensweise beim Grundthema „Bauerhaltung“ wird so erkennbar.

Neben den theoretischen und gesetzlichen Grundlagen denkmalpflegerischen Handelns werden an praktischen Beispielen die Arbeitsschritte im Umgang mit der Bausubstanz in verschiedenen historischen Konstruktionen und Materialien erläutert.

Die heute unabdingbare Voruntersuchung im Rahmen der historischen und technischen Bauforschung wird ebenso thematisiert wie zunehmende Rolle der Naturwissenschaften in der professionellen Praxis der Denkmalpflege. Dazu kommen auch Spezialthemen wie Ruinendenkmalpflege an Burgruinen und die Gartendenkmalpflege zur Sprache.

Die vermittelten Inhalte werden durch zwei Exkursionen veranschaulicht. Die Termine hierzu werden nach Absprache zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.